In einer Gesellschaft, in der sich alle Lebensbereiche beschleunigen, hetzen wir von Erlebnis zu Erlebnis – mit dem Ziel, in möglichst kurzer Zeit möglichst viel zu erleben.
Kunstmuseen erscheinen darin wie Kathedralen der Langsamkeit: Orte des Innehaltens, der Resonanz, des tiefen Blicks. Schon die italienischen Futuristen bezeichneten sie 1909 als Friedhöfe der Wahrnehmung.
Fast-Art ist ein künstlerischer Gegenentwurf. Das Projekt will mit Langsamkeit, Leere und Kontemplation brechen – und die Kunstbetrachtung selbst beschleunigen.
In einer Gesellschaft, in der sich alle Lebensbereiche beschleunigen, hetzen wir von Erlebnis zu Erlebnis – mit dem Ziel, in möglichst kurzer Zeit möglichst viel zu erleben.
Kunstmuseen erscheinen darin wie Kathedralen der Langsamkeit: Orte des Innehaltens, der Resonanz, des tiefen Blicks. Schon die italienischen Futuristen bezeichneten sie 1909 als Friedhöfe der Wahrnehmung.
Fast-Art ist ein künstlerischer Gegenentwurf. Das Projekt will mit Langsamkeit, Leere und Kontemplation brechen – und die Kunstbetrachtung selbst beschleunigen.
Statt wie andere den internationalen Slow-Art-Day zu feiern, setzt Fast-Art auf Provokation. Nicht Entschleunigung, sondern Beschleunigung wird hier zum Erkenntnismodus. Denn:
In der Geschwindigkeit nehmen wir mehr wahr, als wir denken.
Der langsame Blick vernachlässigt den flüchtigen Moment.
Warum fehlt uns das Vertrauen in unsere Wahrnehmung?
Fast-Art sucht Antworten – im Rutschen, im Vorbeihuschen, im Moment. Die Kunst wird zum Diskursraum über die Qualität der Beschleunigung selbst.
Das Projekt wurde 2019 mit Blick auf das Kunstmuseum Stuttgart entwickelt – ein Ort, dessen Architektur, Lage und kuratorisches Profil die Realisierung ermöglicht hätten. Eine temporäre Öffnung auf Ebene 4, ein Eintritt durchs Museum und ein Austritt durch die Skulptur – als öffentliche Geste in einer Stadt, die wie kaum eine andere für die Beschleunigung der Gesellschaft steht.
Fast-Art wurde bis 2020 weitergedacht – doch dann kam die Corona-Pandemie. Der Stillstand des öffentlichen Lebens, das Innehalten, der Rückzug veränderten die Fragestellungen. Ich verfolgte andere Projekte. Aber die Grundidee bleibt aktuell – vielleicht mehr denn je. Fast-Art ist nicht beendet. Es wartet.