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Monte Bruno

Monte Bruno und das Bergsteiger*innen-Programm

Im zweiten Sommer der Pandemie verwandelte sich das Gelände des Kunstverein Wagenhalle in ein offenes, mehrtägiges Festivalgelände – hybrid, weitläufig, bewusst fragmentiert. Unter dem Titel „Monte Bruno und das Bergsteiger*innen-Programm“ wurde das Areal zu einem temporären Resonanzkörper für Performance, Installation, Musik, digitale Formate, Diskussionen, Familienangebote und spontane Begegnung.

Ich übernahm die Projektleitung: Konzeption, Raumplanung, Ablaufregie, Kommunikation, Infrastruktur. Ziel war nicht nur die Durchführung eines Kulturfestivals unter pandemischen Bedingungen, sondern die Transformation eines Produktionsortes in einen offenen Präsentationsraum – ein Gelände mit Ecken, Höhen, Schichten.

Im Zentrum: eine eigens errichtete Freiluftbühne aus recycelten Baumaterialien – namensgebend für das Festival. Daneben: ein zum Streaming-Hub umgebauter Container, in dem künstlerische Prozesse, Gespräche und Reaktionen live verarbeitet und gestreamt wurden. Das Publikum wurde nicht nur empfangen, sondern als Teil der Aufführung begriffen – in Bild, Ton, Feedback.

Das Programm war multidimensional:

  • Performances auf dem Monte Bruno und auf unbespielten Brachflächen
  • Tanz, Klanginstallationen, spontane Konzerte
  • Ausstellungen in mobilen Containerräumen und Werkstätten
  • feministische Formate, Katalog-Performances, Rauminterventionen
  • ein experimenteller Kinderbereich mit Zirkuswagen, Workshops, Slapstick und Figurentheater
  • ein offenes Marktplatzzentrum mit Überdachung, Gastro, Leitsystem und Infrastruktur für hunderte Besucher:innen
  • Architekturprojekte von Studierenden, eingebettet in die Struktur des Geländes

Meine Verantwortung war es, all diese Ebenen zu verknüpfen: zeitlich, logistisch, narrativ. Ich strukturierte Abläufe, moderierte zwischen Technik, Verwaltung, Künstler:innen und Öffentlichkeit, koordinierte Auf- und Umbauten, Sicherheitskonzepte und Hygieneregeln – ohne den Charakter des Ortes zu glätten.

Monte Bruno war kein klassisches Festival, sondern ein organisches System mit vielen Ein- und Ausgängen.

Projektleitung bedeutete hier: Überblick bewahren, ohne das Offene zu verhindern.